Es war einmal ein kluges und verschmitztes Bäuerlein, von dessen Streichen viel zu erzählen wäre, die schönste Geschichte ist aber doch, wie er den Teufel einmal dran gekriegt und zum Narren gehabt hat.
Das Bäuerlein hatte eines Tages seinen Acker bestellt und rüstete sich zur Heimfahrt, als die Dämmerung schon ein getreten war. Da erblickte er mitten auf seinem Acker einen Haufen feuriger Kohlen, und als er voll Verwunderung hinzuging, so saß oben auf der Glut ein kleiner schwarzer Teufel. 'Du sitzest wohl auf einem Schatz,' sprach das Bäuerlein. 'Jawohl,' antwortete der Teufel, 'auf einem Schatz, der mehr Gold und Silber enthält, als du dein Lebtag gesehen hast.' 'Der Schatz liegt auf meinem Feld und gehört mir,' sprach das Bäuerlein. 'Er ist dein, antwortete der Teufel, 'wenn du mir zwei Jahre lang die Hälfte von dem gibst, was dein Acker hervorbringt: Geld habe ich genug, aber ich trage Verlangen nach den Früchten der Erde.' Das Bäuerlein ging auf den Handel ein. 'Damit aber kein Streit bei der Teilung entsteht, sprach es, 'so soll dir gehören, was über der Erde ist und mir, was unter der Erde ist.' Dem Teufel gefiel das wohl, aber das listige Bäuerlein hatte Rüben gesät. Als nun die Zeit der Ernte kam, so erschien der Teufel und wollte seine Frucht holen, er fand aber nichts als die gelben welken Blätter, und das Bäuerlein, ganz vergnügt, grub seine Rüben aus. 'Einmal hast du den Vorteil gehabt,' sprach der Teufel, 'aber für das nächstemal soll das nicht gelten. Dein ist, was über der Erde wächst und mein, was darunter ist.' 'Mir auch recht,' antwortete das Bäuerlein. Als aber die Zeit zur Aussaat kam, säte das Bäuerlein nicht wieder Rüben, sondern Weizen. Die Frucht ward reif, das Bäuerlein ging auf den Acker und schnitt die vollen Halme bis zur Erde ab. Als der Teufel kam, fand er nichts als die Stoppeln und fuhr wütend in eine Felsenschlucht hinab. 'So muß man die Füchse prellen,' sprach das Bäuerlein, ging hin und holte sich den Schatz.
"Die Märchenbühne" wurde im Jahr 1999 von den Klagenfurterinnen Martina Schöffel und Sabine Ottenschläger ins Leben gerufen. Wir verstehen unser Projekt als kulturelle Initiative, die Kindern und Erwachsenen traditionelles Märchengut wieder zugänglich machen will. Bekannte und unbekanntere Märchen, vorwiegend der Brüder Grimm werden durch selbstgefertigte Stehpuppen im Rahmen von szenischen Darstellungen auf einem Bühnentisch zum Leben erweckt. Ziel ist es, großen und kleinen Zuschauern ein Eintauchen in die Märchenwelt gut zu ermöglichen und den Kindern in unserer schnelllebigen Welt eine kleine "Auszeit" zum Lauschen und Staunen, zum Zuhören und ruhigen Besinnen auf einen seelenvollen Inhalt zu gönnen.
Die Aufführungen der Märchenbühne sind für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Nach oben hin gibt's keine Grenze. Im Repertoire der "Märchenbühne" stehen derzeit 7 Grimm'sche Märchen und die selbstverfasste Weihnachtslegende "Vom Hirtenmädchen Magdalena".
"Es war einmal" - so fangen alle Märchen an. Märchen, Fabeln, Sagen und Legenden sind für Kinder (oder ein Kind) eine Bilderwelt, die aus der Geschichte entstanden ist. Heute sehr beliebt ist der Kasperl mit Seppl und Grosmutter, aber früher waren es vor allen die Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersen, die die Kultur rund um die Hexe, die Fee, den Zauberer und den Zwerg sowie die Prinzessin und den Prinz augzeichnet haben. Diese Märchen und Geschichten erzählen sich noch heute die Großeltern und geben Sie an an ihre Kinder und Enkel weiter. Sei es in Klagenfurt, in Villach, in Kärnten oder in ganz Österreich: Märchen und Fabeln werden in Form eines Theaters von allen Kinder und Erwachsene gerne gehört und gesehen. Das Puppenspiel fasziniert einfach jeden, egal ob mit einer Marionette, Standpuppe, als reales Theater oder nur durch einen Erzähler, der seinen Vortrag mit Musik, Gesang und Liebe untermalt. Eine besondere Stellung nimmt der Märchenzwerg ein, der als tragende Hauptfigur der Märchenbühne in Klagenfurt in Kärnten auch als Symbol für alle Märchen gilt. Sehen kann man die nette Figur im Europahaus in Klagenfurt (Kärnten) oder auf dieser Webseite.
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